Kaufen oder verschenken Sie nie leichtfertig einen Hund!
Tiere sind keine "Konsumobjekte"; sie haben Bedürfnisse und Gefühle.
Selten macht sich der Tierhalter Gedanken darüber, welche Verpflichtungen er mit dem Erwerb eines Hundes eingeht.
Eltern und Kinder fühlen sich schnell überfordert und letztendlich landet das "Geschenk" spätestens zur Urlaubszeit im Tierheim oder wird der Bequemlichkeit halber auf dem Autobahnparkplatz oder in einem Wald einfach ausgesetzt.

Wichtig ist, sich vorher über alle Pflichten und die nicht unerheblichen Kosten zu informieren, denn Hunde müssen beschäftigt und erzogen werden. Hunde bedeuten eine große Verantwortung für den Halter, der schließlich die Aufgabe hat dem Hund ein artgerechtes Leben zu ermöglichen.

Stellen Sie sich vorher folgende Fragen:
• Habe ich genügend Zeit für die Beschäftigung, Erziehung und Betreuung?
• Wer pflegt ein krankes Tier, steht wegen des Durchfalls nachts mehrmals auf oder putzt Erbrochenes weg?
• Wer hat trotz Regen oder Kälte genügend Zeit und Lust für die täglichen Spaziergänge?
• Darf ich in der Wohnung einen Hund halten?
• Ist der Garten groß genug, ist er eingezäunt?
• Hat in der Familie vielleicht jemand eine Hundehaar Allergie?
• Wohin mit dem Hund während der Urlaubszeit? Bin ich bereit ggf. auf meine Urlaubsreise zu verzichten? Kann ich mir eine Hundepension leisten?
• Habe ich überhaupt langfristiges Interesse mich um den Hund zu kümmern? Das Lebensalter kann mehr als 10 Jahre betragen. Oft legt sich schon nach wenigen Wochen die Begeisterung und der Hund endet nicht selten als lästiges „Ding“ an der Kette hinterm Haus.

Jack Russel sind Jagdhunde!

Informieren Sie sich genaustens über die rassespezifischen Eigenschaften. Jagdhunde, Hüte- und vor allem Herdenschutzhunde gehören nicht in die Hände von Anfängern!
Lassen Sie sich nicht von der Bezeichnung „kinderlieber Familienhund“ in die Irre führen, die gerne von unseriösen Hundeverkäufern gebraucht wird. Kaufen Sie niemals Welpen unter 8 Wochen; man darf Welpen erst nach 10-12 Wochen von der Mutter oder den Geschwistern trennen! Das, was in dieser Zeit nicht gelernt wird, kann niemals mehr nachgeholt werden!!

Besuchen Sie mit Ihrem Hund eine gute Hundeschule und achten Sie dabei darauf, dass der Hund dort gewaltfrei erzogen wird.
Schläge, Würgehalsbänder und lautes Schreien stehen nicht für eine zeitgemäße und verantwortungsvolle Hundeerziehung.

Kaufen Sie niemals aus Mitleid !!!
Denn damit unterstützen Sie nur gewissenlose Züchter und Verkäufer.

 


Welpen + Hunde aus dem Tierheim:

Oft weiß man nicht, was diese Tiere bereits hinter sich haben und welche psychischen und physischen Konsequenzen die nicht selten grausame Vergangenheit mit sich bringt (Angstbeißen, soziales Fehlverhalten,...).

In einem gutem Tierheim
• schwatzt man Ihnen keinen Hund auf, sondern berät und achtet streng darauf, dass die Hunde nur in ein für sie geeignetes Zuhause kommen
• redet man nicht nur über den Verkauf von Futter und Zubehör; es geht um das Tier und nicht darum, wie man schnell die Kasse füllt
• werden Sie von den Tierpflegern beraten und nicht vom Büropersonal
• werden keine Welpen vor der 10. Woche verkauft, in dieser Prägungsphase lernen sie von der Mutter und den Geschwistern alles, was für ihr späteres Leben wichtig ist.
• gibt man Ihnen Zeit den Hund kennenzulernen und drängt Sie nicht zum Kauf mit Sätzen wie: "...aber morgen könnte er schon weg sein"
• ist Sauberkeit im und auch um das Tierheim selbstverständlich
• sehen sich die Hunde, zur Verminderung des Stresses, nicht ständig. Durch Trennwände wird auch der Geräuschpegel niedrig gehalten
• arbeitet man mit verhaltensgestörten Hunden und schläfert diese nicht sofort ein
• gibt es auch kranke, verletzte und behinderte Hunde, nur unseriöse Tierheime vermitteln ausschliesslich Vorzeigehunde!
• gibt es viele ältere Hunde und wenig Welpen; wenn es umgekehrt ist, sollte Ihnen das zu denken geben...

Nehmen Sie sich viel Zeit bei der Auswahl, gehen Sie mit dem Hund spazieren, schauen Sie nicht nur auf das Aussehen des Hundes, sondern auf sein Verhalten.

Tierheime, die nur Hunde annehmen, in denen immer Welpen angeboten werden, wo die Hunde wie Ware in Zwingern ausgestellt werden und wo wirklich jeder einen Hund bekommt, verdienen die Bezeichnung "Tierheim" meiner Meinung nach nicht!


 


Züchter
:
Seriöse Züchter „schwatzen“ Ihnen ebenfalls keinen Hund auf, sie beraten Sie.
Leben die Hunde bestenfalls mit im Haus, schlimmstenfalls aber in einem Verschlag, Schuppen oder gar einem Käfig?
Nehmen Sie jemanden mit, der etwas von Hundehaltung versteht. Auch hier stehe ich Ihnen gerne zur Seite.

Kaufen Sie nie:
• bei Massenzüchtern; lassen Sie sich immer zeigen, wo die Welpen und die Mutter gehalten werden
• wenn die Welpen mit ihrer Mutter nicht im Haus gehalten werden
• wenn Welpen weit unter dem marktüblichen Preis angeboten werden
• wenn Hunde im Internet auf »Bestellung« angeboten werden
• wenn der Welpe bei der Übergabe nicht mindestens 10 Wochen alt ist
• wenn Ihnen der Welpe billiger angeboten wird, ohne die dazugehörigen Papiere
• wenn ein Welpe mit Durchfall angeboten wird, er abgemagert oder ungepflegt ist
• wenn Ihnen das Muttertier oder der Welpe extrem ängstlich oder aggressiv erscheint
• wenn Sie Bedenkzeit fordern und der Verkäufer Sie unter Druck setzt mit Sätzen wie "Aber morgen könnte er schon weg sein"

Unseriösen Züchtern bedeutet das Leben des Welpen oder des Muttertieres nichts.
Sie wollen nur auf gewissenlose Weise schnell zu Geld kommen.

Bitte treffen Sie Ihre Entscheidung mit Vernunft und Verantwortung. Wenn die Voraussetzungen stimmen, ist der vierbeinige Freund eine wunderbare Bereicherung für Ihr Leben.

 


Billighunde aus Ost- oder Südeuropa:
So sieht es bei unseriösen Massenzüchtern aus, die Hunde billig im Internet, auf Märkten,... verkaufen.
Nur weil einige Menschen ein paar Euro beim Hundekauf sparen wollen, müssen die Tiere ein solches Leid ertragen.
Und die wenigsten diese "Billig"Inzuchthunde sind gesund, reinrassig und das Geld was man spart, gibt man zehnfach an Tierarztkosten wieder aus, falls der Welpe die ersten Tage bei Ihnen überhaupt überlebt.

Aber Achtung, solche Züchter gibt es auch bei uns!